CD-Sammlung mit Android katalogisieren: So geht’s
Ob du wenige Dutzend CDs oder Tausende Veröffentlichungen besitzt: Ein guter Musikkatalog beantwortet drei Fragen: Was besitze ich? Welche genaue Ausgabe ist es? Wo finde ich das Exemplar? Mit dem Smartphone kannst du deine Sammlung Schritt für Schritt erfassen.
Statt jeden Titel einzeln in eine Tabelle einzutragen, kannst du Barcodes, Musikdatenbanken und eigene Angaben zu jedem Exemplar nutzen. Ein separates Barcode-Lesegerät brauchst du dafür nicht: Die Kamera eines Android-Telefons kann viele CDs identifizieren. Automatische Ergebnisse sollten dennoch geprüft werden, besonders bei Neuauflagen und seltenen Pressungen.
1. Lege fest, welche Daten du erfassen möchtest
Verwende von Anfang an einheitliche Felder. Halte zu jeder CD mindestens Interpret, Albumtitel, Format, Ausgabe beziehungsweise Katalognummer, Erscheinungsjahr, Zustand und Aufbewahrungsort fest. Zusätzliche Angaben wie Barcode (EAN oder UPC), Kaufpreis, persönliche Notizen, Ausleihen und Verkäufe sind ebenfalls hilfreich.
- Veröffentlichung: Interpret, Titel, Label, Katalognummer, Land und Jahr.
- Dein Exemplar: Zustand des Tonträgers und der Hülle, Kaufdaten, Notizen und Standort.
- Verwaltung: Favoriten, Ausleihen, Wunschliste und Verkaufsstatus.
Unterscheide die Veröffentlichung vom konkreten Exemplar. Zwei Personen können dieselbe CD-Ausgabe besitzen, deren Zustand, Kaufpreis und Geschichte aber unterschiedlich sind.
2. Scanne CD-Barcodes mit der Smartphone-Kamera
Der Barcode befindet sich gewöhnlich auf der Rückseite des Covers oder der Verpackung. Öffne in Collexall die Scanfunktion und richte die Kamera auf den vollständigen Code. Die Barcode-Erkennung kann lokal auf dem Gerät stattfinden; für das Abrufen von Albumdaten aus Online-Katalogen benötigst du eine Internetverbindung.

Bei großen Sammlungen empfiehlt es sich, regalweise vorzugehen. Lass die CDs beim Scannen in ihrer ursprünglichen Reihenfolge und erfasse direkt den Standort. Eine Offline-Stapelerfassung ist bei schlechtem Netz praktisch: Fehlende Metadaten kannst du später mit Internetverbindung ergänzen.
3. Überprüfe die genaue CD-Ausgabe
Ein Barcode ist ein Ausgangspunkt, aber keine Garantie für eine eindeutige Pressung. Neuauflagen und Ausgaben aus verschiedenen Ländern können identische Codes tragen. Vergleiche Label, Katalognummer, Jahr, Land, Verpackung und weitere sichtbare Kennzeichen. Wenn mehrere Treffer erscheinen, gleiche die Daten mit deinem physischen Tonträger ab.
Collexall nutzt Discogs als Quelle für Veröffentlichungsdaten. Fehlt ein Barcode, kannst du nach Interpret und Album suchen oder mithilfe der Cover-Erkennung mögliche Veröffentlichungen finden. Bei seltenen Ausgaben lohnt es sich, auch Cover, Rückenbeschriftung und Matrixnummern auf dem Datenträger zu prüfen.
4. Organisiere Regale und Aufbewahrungsorte
Ein Katalog sollte dir helfen, jede CD schnell wiederzufinden. Lege ein einfaches, konsistentes System fest, beispielsweise Raum → Regal → Fach. Die genaue physische Position ist oft wertvoller als eine ausschließlich alphabetische Liste.
- Verwende Bezeichnungen wie Wohnzimmer / Regal B / Fach 3.
- Ordne CDs nach Interpret, Genre, Jahrzehnt oder Label, je nach Vorliebe.
- Notiere den Standort sofort bei der Erfassung.
- Aktualisiere ihn, wenn du die Sammlung umräumst.
5. Behalte Zustand, Ausleihen und Verkäufe im Blick
Zum Katalogisieren gehört mehr als eine Liste von Alben. Halte den Zustand von CD und Verpackung fest, notiere, wem du ein Exemplar geliehen hast, und markiere gegebenenfalls verkäufliche Tonträger. Bei seltenen Ausgaben können zusätzliche Notizen später bei der Identifizierung helfen.
Unterscheide bei Marktwerten zwischen Angebotspreisen aktiver Inserate und tatsächlich erzielten Verkaufspreisen. Beide sind keine Garantie für den Wert deiner CD. Zustand, genaue Ausgabe, Verkaufsland und Versandkosten beeinflussen den Vergleich.
6. Sichere deinen Katalog und pflege ihn regelmäßig
Das Erfassen einer Sammlung kostet Zeit. Deshalb sind portable Sicherungen wichtig. Collexall ermöglicht CSV-Export und -Import, etwa zur Bearbeitung mit einer Tabellenkalkulation, sowie Backups und Wiederherstellung im JSON-Format. Speichere Sicherungen an einem sicheren Ort und überprüfe sie regelmäßig, insbesondere vor einem Gerätewechsel.
Bei vielen CDs hilft eine feste Routine: pro Sitzung ein Regalbrett scannen, unklare Ausgaben am Ende überprüfen und nach größeren Änderungen eine Sicherung exportieren. Das ist meist zuverlässiger als der Versuch, Tausende von CDs an einem Tag zu erfassen.
Häufig gestellte Fragen
Brauche ich einen separaten Barcode-Scanner?
Nein. Collexall nutzt die Kamera deines Android-Telefons. Für die normale Katalogisierung ist kein zusätzlicher Scanner erforderlich.
Kann ich CDs ohne Barcode erfassen?
Ja. Suche nach Interpret und Album oder nutze die Cover-Erkennung, um Kandidaten zu finden. Prüfe die genaue Ausgabe, bevor du sie speicherst.
Ist ein Discogs-Konto erforderlich?
Nein. Die Kontoverknüpfung ist optional. Online-Suchen können dennoch Discogs verwenden, ohne dass du deine Sammlung mit einem Konto synchronisieren musst.
Kann ich die App kostenlos ausprobieren?
Ja. Bis zu 20 Artikel können kostenlos katalogisiert werden. Ein optionaler einmaliger In-App-Kauf schaltet die unbegrenzte Sammlung frei.
Jetzt deine CD-Sammlung katalogisieren
Collexall ist für die ersten 20 Artikel kostenlos. Mit einem optionalen einmaligen In-App-Kauf kannst du die unbegrenzte Katalogisierung freischalten – ohne Abonnement.
Kostenlos installieren · Google Play